Ausbildungstagebuch

Liam's Ausbildung im April 2013

15.04.

Ines war heute da! Liam war top motiviert und konnte manche Übungen überhaupt nicht abwarten! Das hatte zwar den Nebeneffekt, dass er nicht immer so gut auf ‚Steh' gehört hat und manchmal seine eigenen Ideen realisiert sehen wollte (Stichwort: Aufsteigstühlchen!!), aber das konnten wir verkraften!

Zuerst haben wir Handarbeit gemacht. Das hatten wir schon mal besser gekonnt, muss ich ehrlich sagen. Liam ist teilweise leicht über die Schulter ausgebrochen oder hat Zirkel anlegen wollen, die gar nicht im Programm waren... trotzdem hat es im Großen und Ganzen okay geklappt. Seine Richtungswünsche sind ja auch nicht frech sondern resultieren aus fehlender Balance.

Zuerst haben wir uns auf die linke Hand konzentriert. Nach einer Weile haben wir die Aufstiegshilfe aufgestellt, diesmal am Hufschlag. Das fand Liam voll gut - er wollte immer schon selbstständig daneben stehen bleiben. Nach einer Weile habe ich mich dann draufgesetzt. Und dann habe ich die Zügel aufgenommen und ‚Komm' gesagt und die Schulter angetippt und wir sind ein paar wackelige Schritte unter Ines Obhut gegangen!!!! :D Also, wir sind da super wackelig, Liam läuft fast mehr seitwärts als vorwärts und bleibt unsicher stehen – aber trotzdem Respekt an das Pony! 10 meter sind wir heute bestimmt geritten!

Das haben wir ein paarmal wiederholt. Liam liiiebt diese Übung und zieht an wenn wir das Aufsteigsstühlchen im Visier haben oder versucht in die Richtung zu gehen :D

Auf der anderen Hand haben wir dann auch Handarbeit gemacht; das ist uns nicht ganz so gut gelungen wie linke Hand, da müssen wir noch mehr üben.

Aber als wir dann versucht haben, Liam links vom Stühlchen hinzustellen, hat er sich unglaublich schwer getan – er war FELSENFEST überzeugt, dass das so nicht geht und hat durch zurück und seitwärts versucht, sich immer auf die ‚richtige' Seite zu stellen. Da musste ich ganz schön aufpassen, dass er sich nicht selbstständig macht. Von der Seite habe ich mich dann ein paar mal drübergelehnt und ihn gelobt ohne aufzusteigen. Liam hat das akzeptiert, war aber immer noch ein bisschen skeptisch.

Und mit dem Ergebnis haben wir für heute Schluss gemacht:)

17.04.

Ines war heute da! Heute war echt schön. Liam ist einfach ein leidenschaftliches Draufsitzpferd! Alles was mit Draufsitzen zu tun hat findet er spitze, die sportlichen Segmente der heutigen Sitzung fand er dann eher so mittel :D

Angefangen haben wir mit dem Aufsteigen. Diesmal war das Stühlchen schon wieder woanders aufgestellt und wir sind von beiden Seiten rangetreten. Liam hat das gut gemacht – er hat akzeptiert, dass es auch von rechts geht und dass das auch Spaß macht :) Lustig ist echt, wie Liam vor dem Stühlchen anzieht wir andere Pferde vor dem Sprung, dann daneben langsamer wird und ganz deutlich anfragt ob er anhalten soll. Er ist echt ein lieber Schatz. Wir haben wieder erste Schritte geübt – Liam eiert sehr, aber er ist aufmerksam und motiviert und läuft jetzt viel leichter los. Ines hat mit einer quer gehaltenen Peitsche Liam eine Begrenzung aufgezeigt um ihm eine Orientierung zu bieten. Auch die Zügel habe ich heute leicht dazugenommen, um uns etwas gerade zu richten. So wird es so langsam! Das Thema Aufsteigen von rechts ist noch so eine Sache – ich bin dabei noch unglaublich ungeschickt! Für mich ist das Aufsteigen von rechts nämlich genauso ungewohnt wie für Liam...:)

Danach haben wir mit der Körperbandage Liam noch longiert. Liam war relativ fleißig. Allerdings muss man sagen, dass das Galoppieren-Üben Liams Trab fürs erste etwas gestört hat. Liam schnickt mit dem Kopf manchmal wie ein Araber und bietet manchmal eine kleine Taktverschiebung in Richtung Galopp an. Für heute haben wir das ignoriert. Außerdem war Liam viel nach außen gestellt auf dem Zirkel und insgesamt etwas fest und angespannt.

Also haben wir zum Abschluss noch mal Führen in Stellung gemacht, um zu sehen, ob er wirklich verspannt ist. Auf seiner guten Hand hat es dann wirklich toll funktioniert, auf seiner schlechteren Hand war er allerdings wieder etwas fest. Daran können wir ja wieder üben – bis zum nächsten mal!