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Grundsätzliches zu meinem Unterricht

Oftmals ist die technisch perfekte Hilfengebung nur ein Baustein einer funktionierenden Kommunikation mit dem Pferd. Wenn das Pferd so viel Spaß an der gemeinsamen Arbeit hat und dem Menschen so sehr gefallen will, dass es quasi schon zu erraten versucht, was der Reiter als nächstes wünscht, kann die Hilfe auch mal technisch nicht so korrekt ausfallen und das Pferd wird trotzdem sein Bestes geben. Deshalb ist eine funktionierende, gute und liebevolle Beziehung zum Pferd so immens wichtig für eine gute Zusammenarbeit, die beiden Partnern Spaß macht.

Was dem im Weg steht ist oft das fehlende „Pferdeverhalten-lesen-können“ des Menschen. Die meisten Pferde kommunizieren sehr deutlich – manche immer, egal mit welchem Gegenüber, und manche nur mit dem passenden Gesprächspartner. Ich hatte schon einige Kundenpferde, die mit mir regelrechte „Plaudertaschen“ (auf Mimik, Ausdruck, Selbstbewusstsein bezogen) wurden, ihrem Besitzer gegenüber aber noch eher verschlossen waren. Das kann verschiedene Ursachen haben:

- Gewohnheit, dass Äußerungen eh nicht wahrgenommen werden

- Frustration, weil Äußerungen eher zu Maßregelungen führen

- Schüchternheit, die durch Verhalten des Menschen noch verstärkt wird

- Nicht-äußern-wollen, da keine Beziehung vorhanden ist.

Im Unterricht gab es schon viele Situationen, in denen ich mehr mit dem Pferd als mit dem Reiter kommuniziert habe, um es dem Reiter zu erleichtern. Kein Witz, das funktioniert echt! Oder dass ich vor einer bestimmten Lektion dem Pferd angesehen habe, ob es diese gut und mit Leichtigkeit ausführen kann oder eher nicht. So konnte ich den Reiter richtig anleiten, sein Pferd passend zu unterstützen. Und das ist nicht nur auf die körperlichen Fähigkeiten des Pferdes, die man ihm ansieht (wie z.B. die Losgelassenheit, den Schwung usw.) bezogen, sondern vor allem auch auf die mentale Fähigkeit, sich auf den Reiter, die Lektion und ggf. die Anstrengung einzulassen, den Willen zur Mitarbeit und den Wunsch, dem Reiter (oder mir) zu gefallen. Wenn man das Pferd in einer solchen geistigen Verfassung hat, gestaltet sich vieles deutlich leichter und zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

Deshalb möchte ich Reitern bzw. allen Pferdebesitzern helfen, dieses Stadium in ihrer Beziehung zu ihrem Pferd zu erreichen. Das gilt genauso für die Bodenarbeit, den täglichen Umgang oder andere Tätigkeiten mit dem Pferd. Das Ziel ist, dass nicht mehr das technische „Bedienen“ durch Hilfen oder Kommandos vorherrscht, sondern das Miteinander, der Spaß an der gemeinsamen Arbeit und letztendlich eine Freundschaft. Mit einer solchen Beziehung lassen sich auch kritische Situationen besser händeln, z.B. Erschreck-Momente des Pferdes (die es trotz allem immer geben wird, denn das Pferd ist ein Fluchttier mit entsprechenden Instinkten), Probleme mit dem Herdentrieb, dem Alleine-Bleiben oder eben alles, wo der Mensch als Anker, als Beschützer und Anführer benötigt wird und das Pferd sich an seinem Menschen orientieren soll statt den Schutz der Herde oder die Flucht vorzuziehen. Um so etwas zu erreichen, ist es wichtig, sein Pferd gut einschätzen und seine aktuelle mentale Verfassung erkennen zu können. Im Laufe einer Übungseinheit kann das sekündlich schwanken und sich ändern. Wie in einer Unterhaltung. Zu dem einen Thema hat das Pferd eine positive Einstellung und ist aufmerksam und kooperativ, dann geschieht etwas (Reiz von außen, Hilfe/Kommando des Menschen, aufkeimende eigene Idee des Pferdes o.ä.) und das Pferd wird etwas reservierter, zögert, denkt nach – das muss man erkennen und entsprechend darauf eingehen. Dazu gehört z.B. auch, bereits den Ansatz einer richtigen Reaktion des Pferdes zu erkennen und direkt wohlwollend zu motivieren und zu loben. Das erhöht den Willen des Pferdes, sich bei der Erfüllung der Aufgabe „ins Zeug zu legen“. Erkennt man es nicht und will z.B. durch die Erhöhung des Drucks der Hilfe eine Reaktion des Pferdes erzwingen, erzieht man sich ein Pferd, das gelernt hat „Der Mensch hört mir nicht zu und überfordert mich“ und das deshalb entweder resigniert die Kommunikation einstellt oder „lauter“, d.h. in der Regel schwieriger, wird.

Um diese Äußerungen des Pferdes erkennen zu können, sie entsprechend zu deuten und daraus dann das Pferd ganz individuell und einfühlsam zu Gehorsam, Mitarbeit und Leistungsbereitschaft zu bringen, gebe ich interessierten Menschen Bodenarbeits- und Reitunterricht unter eben diesen Gesichtspunkten. Mein Unterricht ist für alle Reitweisen geeignet, fußt auf den Grundlagen der klassischen Reitlehre zur Gesunderhaltung des Pferdes trotz der Nutzung als Reittier und richtet sich an Pferdemenschen jeden Ausbildungsstandes. Ich fungiere dabei sowohl als Trainer für den Menschen (Verbesserung der Körpersprache/Hilfengebung, Sitzschulung, mentales Training) als auch als Sprachrohr für das Pferd und sensibilisiere so den Menschen auf die Äußerungen seines Pferdes um so die Beziehung zu verbessern, zu festigen und beide Individuen miteinander „ins Gespräch“ zu bringen.

 

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